Nicht jeder Drucksensor mit zwei Anschlüssen ist automatisch ein Doppeldruck Messumformer. Diese Unterscheidung ist für Planung und Ausschreibung wichtig.
Ein einfacher Differenzdruck-Messumformer besitzt in der Regel einen Messkanal mit zwei Druckanschlüssen und liefert genau einen Messwert. Er ist der Richtige, wenn nur ein einziger Differenzdruck überwacht werden soll.
Ein Doppeldruck Messumformer dagegen verfügt über zwei Messkanäle und zwei Ausgänge. Er ist sinnvoll, wenn zwei getrennte Messaufgaben parallel in einem Gerät abgebildet werden sollen.
Ein Differenzdruckregler hingegen misst nicht nur, sondern greift aktiv in den Prozess ein. Er regelt beispielsweise den Volumenstrom oder Druck in einem Kanal oder Raum auf einen vorgegebenen Sollwert. Im Unterschied zum reinen Messumformer steht hier die Regelung im Vordergrund, nicht die reine Signalbereitstellung für die GLT.
Ein Volumenstrom-Messumformer nutzt häufig ebenfalls den Differenzdruck als Messgröße, berechnet daraus aber direkt den Volumenstrom (z. B. über Blenden, Venturidüsen oder Messkreuze). Er ist die richtige Wahl, wenn nicht der Druck selbst, sondern die Luftmenge die entscheidende Regelgröße ist.
Der Atmosphärische Luftdrucksensor wiederum misst den absoluten Umgebungsdruck. Dieser spielt beispielsweise bei der Höhenkompensation oder in speziellen Anwendungen eine Rolle, ist aber funktional klar von Differenzdruck- oder Doppeldruckmessungen zu unterscheiden.
Ein Druckschalter schließlich arbeitet binär: Er schaltet bei Erreichen eines Grenzwerts. Für einfache Überwachungsaufgaben ist das ausreichend, für kontinuierliche Messung, Trendanalyse oder Regelung jedoch nicht geeignet.